Die Auswahl des Geburtsortes

Sie haben die Möglichkeit zwischen 4 Geburtsorten zu Wählen:

  • Einfaches Krankenhaus mit Geburtshilflicher Abteilung
  • Eine Fachklinik die für jeden Problemfall ausgerüstet ist
  • Das Geburtshaus
  • Die Hausgeburt

Sie müssen für sich und ihr Kind entscheiden, welcher dieser Orte für sie am besten ist. War ihre Schwangerschaft Problembehaftet, haben sie Angst um ihr Kind? Dann sollten sie ins Krankenhaus oder die Klinik gehen. Hier können sie sicher sein, die beste medizinische Versorgung für sich und ihr Baby zu bekommen. Viele Krankenhäuser haben keine sterilen, unfreundlichen Kreissäle mehr sondern freundlich eingerichtete kleine Zimmer mit Geburtswanne, Geburtsstuhl und Bett. Man kann sich sogar seine eigene Musik mitbringen und wird mit Akkupunktur, Duftkerzen und einer freundlichen Hebamme unterstützt. Der Vorteil besteht klar darin, jederzeit Schmerzmittel bekommen zu können z.B. eine PDA und im notfall von Ärzten umgeben zu sein.

War ihre Schwangerschaft unkompliziert und ihr Baby liegt richtig, dann können sie ebensogut ins Geburtshaus gehen oder eine Hausgeburt anstreben.

Im Geburtshaus haben sie alle möglichkeiten ihr Kind zu bekommen wie z.B. die Gebärwanne, Bälle, Stühle. Die Hebammen unterstützen sie mit Akkupunktur, Homöopathie und Massagen. Hier können sie ihre Geburt nach ihren persönlichen Vorstellungen, bewusst und selbstbestimmt erleben.

Vielleicht kommt für sie nichts anderes als eine Hausgeburt in Frage. Hier sind sie in ihrem gewohnten Umfeld, oftmals noch von der ganzen Familie umgeben und können sich so viel besser entspannen. Allerdings müssen sie darauf gefasst sein, bei komplikationen sofort ins Krankenhaus zu Fahren. Schwierigkeiten die während der Geburt auftreten können nicht so schnell entdeckt werden.

Letztendlich dürfen sie sich nicht von anderen reinreden lassen. SIE selbst und nur sie dürfen und können entscheiden wo ihr Kind das Licht der Welt erblicken wird.

 

Die Kliniktasche
Auch wenn sie Ambulant entbinden möchten., mann weiß nie, was dazwischen kommt

  • Papierkram:
  • Mutterpass
  • Personalausweis / Pass
  • Versicherungskarte
  • Familienstammbuch
  • Heiratsurkunde
  • Wenn unverheiratet die Geburtsurkunde der Mutter
  • Für die Geburt:
  • Ihre eigene Musik (diese sollte ruhig und entspannend sein)
  • Wenn sie möchten ein möglichst naturreines oder hochreines Öl das entspannend wirkt, z.B. Lavendel, Vanille, Mandarine für die Duftlampe und / oder zur Massage
  • Evtl. ein spezielles Massageöl z.B. Calendula welches auch zur Dammmassage verwendet werden kann
  • Etwas zum naschen während der Geburt oder während man wartet dass es endlich los geht. z.B. Kaugummi, Gummibärchen auch ein Sandwich ist ok.
  • Dicke, warme Socken die man hinterher auskochen kann. Während der Geburt bekommt man schnell eiskalte Füße
  • Die Fotokamera oder Videokamera
  • Für die Mutter:
  • evtl. 1 weites T-Shirt oder Longshirt für den Kreissaal. (meistens werden Flügelhemdchen gestellt)
  • 2-3 Nachthemden oder Schlafanzüge mit sehr weichem Gummibund am Bauch. Beides sollte sich vorne Knöpfen lassen. Das erleichtert das Stillen
  • 4-5 große Bustiers. ( Still-BH´s sollten erst nach dem Milcheinschuss gekauft werden)
  • Warme Hausschuhe / Schlappen
  • Kleidung die ihnen im 6ten Monat gepasst hat für den Nach Hause Weg
  • Ihr Adressbuch / Liste mit Telefonnummern von denen, die die Freudige Nachricht als erste erfahren soll
  • Evtl. Ihr Tagebuch
  • 8-10 Kochfeste Slips oder Wegwerf-Unterhöschen
  • Ihren Kulturbeutel mit Zahnpaste, Zahnbürste, eigene Cremes & Hautpflegemittel, Bürste
  • Etwas Geld
  • Evtl. Schreibsachen
  • Etwas zu Lesen
  • Dicke, große Binden für den Wochenfluss. (kliniken stellen diese zwar großzügig, dennoch kann es nicht schaden)
  • Für das Baby:
  • Für den Krankenhausaufenthalt brauchen sie eigentlich keine Kleidung, da das Krankenhaus Erstlingskleidung großzügig stellt, doch 1 besonders hübscher Strampler schadet nicht, da oft in den ersten Tagen der Krankenhausfotograf vorbei kommt.
  • Für den Heimweg 2 verschiedene Garnituren. je 1 Strampler, Jäckchen & Hemdchen größe 56 & 62
  • Das erste, kleine Stofftier, am besten ist ein Schnuffeltuch das bereits ihren Geruch haben sollte. Die kann dem Baby ins Bettchen gelegt werden.
  • 1 warmes Jäckchen / Wolljäckchen, Mützchen und ggf. Handschuhe
  • Die Wickeltasche für den Heimweg: Windeln für neu geborene, Wickelzubehör, etliche Spucktücher
  • Baby-Autoschale und eine warme Babydecke

Die Erstlingsausstattung
  • Das Kinderzimmer:
  • 1 Babybettchen. Praktisch sind die, die sich zum Kinderbett umbauen lassen. Fragen sie in ihrem Bekanntenkreis nach
  • Ins Bettchen: 2-3 Wasserdichte Unterlagen, reichlich Leintücher, 2-3 Moltons zwischen unterlage und Leintuch (Kissen & dicke Decke sind unnötig und gefährlich) 1 Spieluhr
  • Wickeltisch / Wickelkommode
  • 1 Heizstrahler ( Babys frieren leicht und sie werden dankbar dafür sein)
  • Windeleimer: Es reicht völlig, einen einfachen Treteimer zu nehmen. Windeltwister & co sind zwar sehr praktisch aber nicht nötig.
  • Schrank oder Kommode mit Holzschachteln oder Kästen für Söckchen ect.
  • Evtl. ein Stillsessel
  • Kleidung:
  • Bodys: 3-5 in gr. 56 und 3-5 in gr. 62
  • 4-5 Erstlingshemdchen
  • 8 Strampler oder Overalls: 2 in gr. 52, 6 in gr. 56
  • 4-6 paar Socken
  • 3 Strumpfhosen: 1 in gr. 56, 2 in gr. 62
  • 2-3 Schlafanzüge. Overalls sind hier am besten
  • 2 Schlafsäcke
  • 1 leichte Bauwollhaube für die ersten 2-3 Tage
  • 1 wärmere Mütze (dicke entscheidet die Jahreszeit) für Spaziergänge
  • 2 wärmere Jacken oder Schneeanzüge / Wagenanzüge je nach Jahreszeit gr. 56-62
  • Schön ist auch ein Erstlingsset in dem schon vieles drin ist
  • Pflege:
  • 1 Babybadewanne oder Badeeimer
  • 2 Kaputzenhandtücher
  • 10 Waschlappen aus weichem Frottee möglichst in 2 verschiedenen Farben für die Pflege im Windelbereich und für Gesicht und Körper
  • Wundcreme ( nur für den Notfall, doch Muttermilch tut ebenfalla ihren Zweck)
  • 1 weiche Bürste. Achten sie unbedingt auf Naturborsten
  • Babyöl zur Massage und falls das Kleine Milchschorf bekommt ( Olivenöl tut auch seinen Zweck)
  • Feuchttücher ( Waschlappen und reines Wasser reicht ebenfalls völlig aus)
  • Badethermometer ( oder prüfen sie mit ihrem Ellenbogen ob das Wasser warm genug aber nicht zu heiß ist)
  • Nagelschere. Bitte mit frühestens 6 Wochen benutzen
  • einmal-Wickelunterlagen. Sehr praktisch. Die Unterlagen können öfter benutzt werden, allerdings geht beim Wickeln schonmal was daneben. Sie werden dankbar sein
  • Sterile Kompressen für die Nabelpflege
  • 1 P Windeln
  • digitales Fieberthermometer
  • Gesichtscreme ( Wind & Wettercreme & für den Sommer Baby-Sonnencreme)
  • Für Unterwegs:
  • Kinderwagen: Sehr praktisch mit auswechselbarer Sitz / Liegefläche
  • Regenabdeckung für den Kinderwagen, für den Sommer ein Mückennetz
  • Wickeltasche mit Plastik- Wickelunterlage
  • Tragetuch oder Tragehilfe
  • Ein Lammfell für den Kinderwagen ( wärmt besonders gut)
  • Babyschale (z.B. Maxi Cosi. Sparen sie hier nicht, es geht um die Sicherheit ihres Babys)
  • Ernährung & Stillzubehör:
  • Stillkissen ( Sehr praktisch)
  • 1 Milchpumpe und evtl vorsterilisierte Aufbewahrungsbeutel ( z.B. Avent Muttermilchset)
  • 3-4 Still-BH´s
  • 4 Fläschchen mit gutem Sauger 2 Teesauger, 2 Milchsauger ( z.B. Avent wg. Saugverwirrung)
  • 1 P. Künstliche Babynahrung um ggf. zuzufüttern
  • Etwas unbehandelte Schafswolle ( hilft bei wunden, entzündeten oder schmerzenden Brustwarzen)
  • 1 Dampfsterilisator für die Microwelle. ( zum sterilisieren von Fläschchen, Saugern, Milchpumpe... )
  • 2-3 Lätzchen evtl. mit Schultertüchern
  • Mindestens 10 Mullwindeln / Spucktücher. Davon kann man nicht genug haben
  • 1 Fläschchenwärmer
  • Flaschenbürste
  • Sonstiges:
  • 1 Stubenwagen ( könnte von großem Nutzen sein. Hier schläft Baby besonders gut)
  • 1 Fütterwippe / Babywippe. ( irgendwann wird ihr Baby fordern immer dabei zu sein)
  • 2-3 weiche Babydecken ( mehr schaden nicht)
  • 1 Spielecenter ( damit Baby sich auch mal selbst beschäftigt )
  • 1 Schnuffeltuch
  • 1 Sab Simplex (Hilft gegen 3-monats-kolik)
  • Schnuller ( Achten sie auf Form und Größe wegen Zahnfehlstellung und Saugverwirrung. Empfehlung: Beruhigungssauger von Avent)
  • 1 Tube Windsalbe oder Kümmelöl gegen koliken und bauchweh
  • 1 körner oder Kirschkern-kissen

 

Geburtsvorbereitung:

Der Geburtsvorbereitungskurs:

  • Hier wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt und versucht ihnen die Angst vor der bevorstehenden Geburt zu nehmen
  • Sie erfahren mehr über ihren Körper und was damit während der Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit danach passiert
  • Ihnen werden verschiedene Möglichkeiten der Schmerzlinderung aufgezeigt
  • Sie erlernen spezielle Atemtechniken, die ihnen während der Geburt helfen
  • Ihnen werden verschiedene Entspannungsübungen gezeigt und mit ihnen geübt
  • Auch Schwangerschaftsgymnastik mach einen Teil der Übungen aus
  • Sie werden auf mögliche Geschehnisse vorbereitet wie z.B. Kaiserschnitt, Saugglocke ect.
  • Sie Erfahren etwas über die Schwangerschaft und den Geburtsprozess
  • Mögliche Gebärpositionen werden durchgesprochen und u.U. auch geübt
  • Ihr Partner erfährt wie er sie während der Geburt aktiv unterstützen kann. z.B. mit Rückenmassagen
  • Hier können sie sich mit anderen werdenden Eltern austauschen
  • Mögliche Fragen werden von geschulten Personen beantwortet
  • Sie erfahren etwas über das Wochenbett und die möglichen Wochenbettdepressionen (den Babyblues)
  • Sie werden auf das Stillen vorbereitet
  • Ihnen und ihrem Partner werden die ersten Grundlagen der Säuglingspflege näher gebracht

 

Warum einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen?

Viele werdende Mütter fragen sich, ob sie überhaupt einen Geburtsvorbereitungskur besuchen müssen?

Nein, Müssen tun sie sicher nicht, aber der Kurs bietet ihnen die Möglichkeit, sich vorab bestmöglich zu informieren, ihren Körper und ihr ungeborenes besser kennen zu lernen, sich mit anderen Frauen in ihrer Situation auszutauschen und nimmt ihnen die Angst vor der Geburt wegen der sie sich verspannen und wodurch eine Geburt äußerst schmerzhaft wird.

Dennoch, schon immer kamen Kinder ohne den vorhergehenden Kurz zur Welt und wenn sie sich ihrer Sache sicher sind und keine oder nur wenig Angst vor der Geburt verspüren, wenn Sie von dem Gedanken an einen Kurs mehr verunsichert werden als vor dem Gedanken an die Geburt geht es selbstverständlich auch ohne Kurs. Die Hebamme wird ihnen auch noch im Kreissaal zeigen wie sie Atmen sollen, in welche position sie sich jetzt begeben können und ihrem Partner, wie er sie unterstützen soll.

Manchmal ist es auch möglich, dass eine Hebamme zu ihnen nach Hause kommt um ihnen dort einen privaten Kurs zu geben. Jedoch nur, wenn ihre Situation erfordert, dass sie Zuhause unterrichtet werden z.B. wegen drohender Frühgeburt. Wenden sie sich hierzu an eine freiberufliche Hebamme und ihre Krankenkasse.

Die Krankenkasse übernimmt, sofern eine Hebamme den Kurs leitet ca 14 Kursstunden

Andere Kurse

Außer dem regulären Geburtsvorbereitungskurs werden noch viele verschiedene Kurse für Schwangere angeboten.

  • Schwangerschaftsgymnastik: Hält sie Fit damit sie mit den Anforderungen der Schwangerschaft besser zurecht kommen. Regelmäßige, spezielle übungen stärken z.B. die Beckenbodenmuskulatur
  • Wassergymnastik : Diese dient nur zur Entspannung und ist keinesfalls eine Vorbereitung auf eine Geburt in der Gebärwanne
  • Speziellen Entspannungs- & Atemkurse: Hilft ihnen mit Stressituationen besser fertig zu werden, zeigt ihnen Atemtechniken auf die ihnen während der Geburt helfen und entspannt
  • Schwangerenyoga: Entspannt Körper & Geist, trainiert den Körper der durch die Schwangerschaft stark Beansprucht ist. Auch werden hier spezielle Atemübungen aufgezeit die während der Geburt helfen, verbessert das Körpergefühl.
  • Bauchtanzkurse: Macht Spaß, hilft ihnen ihr Körpergefühl zu verbessern.

Diese Kurse sind keine direkten Geburtsvorbereitungskurse, sie dienen lediglich der verbesserung des Körpergefühls. Diese Kurse sollten nur zusätzlich zum regulären Geburtsvorbereitungskurs belegt werden

 

Wann beginnt die Geburt:

Viele Erstgebärende aber oft auch noch Frauen die ihr 2tes oder gar bereits 3tes Kind erwarten haben Angst den Beginn der Geburt zu verpassen. Das brauchen sie aber nicht. Sie merken sicher, wann die Geburt losgeht

Sie sollten sich unverzüglich ins Krankenhaus / Geburtshaus aufmachen wenn:

  • Die Fruchtblase geplatzt ist
  • Ihre Wehen regelmäßig alle 7-5 minuten kommen
  • Sie sich absolut unsicher sind
  • starke Schmerzen haben
  • Blut austritt

Die ersten Anzeichen einer einsetztenden Geburt:

  • Schleimiger Ausfluss aus der Scheide
  • Fruchtwasserabgang
  • Starke, regelmäßige Wehen

Versteifen sie sich nicht auf diese Zeichen des Geburtsbeginnes, oft geht der Schleimpfropf schon Wochen vorher ab, starker Ausfluß kann für eine tröpfelnde Fruchtblase gehalten werden. Letztendlich beginnt und verläuft jede Geburt anders und niemand kann vorhersagen, wie sie tatsächlich ablaufen wird.

 

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