Alles über Babys Entwicklung, wie sie es zu jedem Zeitpunkt am besten Fördern
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nd wie eher nicht. (Farblich hervorgehoben)

 

Woche 1: Das erste Was ihr Neugeborenes wahrnimmt ist eine absolute Reizüberflutung aller Sinnesorgane. Aus der gedämpften, halbdunklen Welt in der es warm, behaglich und von gewohnten Geräuschen umgeben ist wird es hinaus gestoßen in eine grelle, kalte, laute und seltsam riechende Welt.

Der Geruchssinn ihres Babys ist besonders stark ausgeprägt. Ihn braucht es, um ihre Brüste, seine Nahrungsquelle zu finden.

Auch kann ihr Kleines bereits Farben unterscheiden. Am tollsten findet es starke Kontraste in klaren Farben wie Rot, Blau, Gelb, Schwarz und Weiß. Am längsten wird es sich mit Dingen beschäftigen die Augen haben. Das Menschliche Gesicht ist am interessantesten für ihr Kind.

Bis zu 30 cm. sieht das Neugeborene bereits scharf, alles was hingegen weiter entfernt ist wird nur verschwommen wahr genommen.

Alle 2-4 Stunden braucht es Nahrung. Geben sie ihm immer etwas zu trinken wenn es danach verlangt und geben sie soviel es möchte, halten sie sich nicht an die auf den Packungen empfohlenen Nahrungsmengen, was zuviel ist wird oben oder unten schon wieder rauskommen.

Ihr kleines Braucht jetzt viel Wärme uns Körperkontakt. Ein Tragetuch eignet sich perfekt. Ein so kleines Baby KANN NICHT verwöhnt werden.

In der ruhigen Wachphase, die zum Leid vieler Eltern recht selten ist nutzt das Kleine um zu "lernen". In diesen Momenten betrachtet es seine neue Welt und nimmt alles in sich auf, zeigen sie ihm bunte Bilder, singen sie ihm etwas vor, legen sie einen Spiegel an seine Seite in dem es sich betrachten kann. Die aktive Wachphase hingegen die sehr viel häufiger ist bedeutet schlicht und einfach, das Kind schreit, quengelt, trinkt.

Ansonsten wird ihr Baby die meiste Zeit des Tages verschlafen, ca 16-17 Std.

Woche 2: Lassen sie sich nicht entmutigen wenn ihr Kleines innerhalb kürzester Zeit nach dem Stillen wieder schreit. Legen sie es einfach wieder an. 8 mal Stillen pro Tag ist normaler Durchschnitt, manche Babys trinken weniger oft, andere wesentlich öfter. Wenn es jedoch nicht trinkt sondern nur Nuckelt sollten sie seinen Saugreflex anderweitig stillen. Geben sie ihm ein Nuckeltuch, einen Beruhigungssauger (dieser sollte anatomisch geformt sein, sehr klein und möglichst Flach im Ansatz) oder Beschäftigen sie sich mit ihm.

Der Lauf oder Schreitreflex geht langsam verloren oder schwächt sich ab.

Seine Lieblingsbeschäftigung ist derzeit Saugen, egal ob an seiner Hand, ihrer Brust oder einem Nuckeltuch, auch alles andere was sich in den Mund stecken lässt wird abgelutscht. Baby lernt über den Gaumen.

Wenn ihr kleines schon recht müde ist und dann noch etwas hört das es mag wie ihre Stimme und ihr Gesicht sieht lächelt es schon manchmal unbewusst. Das nennt man Engelslächeln und es sorgt dafür, dass unser Beschützerinstinkt geweckt wird und unsere Zuneigung wächst.

Seine Gliedmaßen Bewegt ihr Kleines noch sehr unkoordiniert und Ruckhaft, wenn es sich erschreckt reisst es die Arme in die Höhe was bedeutet "Nimm mich hoch, ich fürchte mich"

Der Kopf wird in Rückenlage bereits auf die Seite gedreht.

Es kann sein, dass ihr Kind viel Schreit weil es eine Kolik hat, hier gibt es Tipps dagegen!

Noch immer Gilt, Lachen sie ihr Kind immer an wenn sie es ansehen oder es hochnehmen, tragen sie es viel mit sich herum, singen und erzählen sie ihm etwas und ziehen sie ihm Grimassen. Zeigen sie Bilder, Mobiles, bunte Stofftiere.

Woche 3: Jetzt müsste der Nabel bereits abgeheilt sein. Jetzt kann ihr kleines endlich gebadet werden. 1-2 mal pro Woche mit Klarem Wasser ohne Zusätze genügt völlig.

Jetzt müsste ihr Kind sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben, jetzt wird es immer kräftiger zulegen.

Babys Greifreflex wird schwächer, wo es sich vorher an allem was seine Handfläche berührte eisern festklammerte hält es sich nun nicht mehr überall fest.

Beschäftigen sie sich viel mit ihrem Spross. Kleine Übungen wie "Fahrradfahren" oder die Ärmchen bewegen, Streicheln, leicht kitzeln gibt dem Baby ein schönes Körpergefühl. Sprechen sie viel mit dem Baby. Gehen sie mit ihm nach draußen, der Kinderwagen wird es vermutlich in den Schlaf wiegen. Optimal ist das Tragetuch.

Woche 4: Jetzt ist ihr kleines kein Neugeborenes mehr. Sie können es nun beruhigt einige Stunden der Oma oder Tante anvertrauen.

Baby schreit jetzt viel. Die meisten Babys sind Abends sehr schwer zu beruhigen. Glauben sie nicht, dass schreien die Lunge kräftigt, ihr Kind schreit auch nicht aus Bosheit oder um sie zu ärgern. Jedes schreien und Weinen hat seinen Grund und es ist völlig Falsch das Kleine schreien zu lassen.

Das Kleine versucht nun schon Dinge mit seinem Blick zu fixieren, häufigster und beliebtester Punkt sind natürlich ihre Augen. Versuchen sie so oft wie möglich Blickkontakt mit ihrem Kind aufzunehmen, lächeln sie und sprechen oder singen sie dabei.

Ihr Kind beschäftigt sich nun schon für kurze Zeiten selbst. Setzen sie einen großen Teddy vor es hin, geben sie ihre Hand damit diese untersucht werden kann, auch kleine, weiche Rasseln, Schmusetücher, kleine Stofftiere sind Ideal. Baby lernt beim Spielen, verhindern sie nicht, dass es sich etwas in den Mund steckt außer es ist schmutzlig oder scharfkantig. Achten sie darauf, dass alles was Baby bekommt weich ist und runde Kanten hat.

2ter Monat:

Woche 5: Ihr Kind zeigt nun sehr deutlich wenn es etwas mag oder nicht mag. Am liebsten ahmt es momentan ihre Gesichtsausdrücke nach. Vermeiden sie es, dem kleinen zu oft die Zunge heraus zu strecken, dadurch kann es passieren, dass ihr kleines die Zunge nun sehr oft nach vorne verlagert was später zu Zahnfehlstellungen führen kann. Auch lächelt es nun zurück, auch wenn das Lachen eher eine Imitation als ein Zeichen von Freude ist.

Woche 6: Ihr kleines Lacht sie nun schon an wenn sie Lächeln, den Bauch kitzeln oder mit dem kleinen Schmusen und Kuscheln. Nun dürfen sie die Nägel ihres Babys schneiden, achten sie darauf, die Fingernägel rund, die Zehennägel gerade abzuschneiden. Legen sie ihr kleines unter ein Baby- oder Spielecenter, Hängen sie bunte Mobiles, Bilder, Figuren mit großen Augen auf damit ihr Kind etwas zum gucken hat.

Woche 7: Ihr kleines "unterhält" sich inzwischen mit ihnen. Es brabbelt, gickst und gurrt und es freut sich, wenn sie darauf reagieren, die Laute nachahmen und selbst mit einem Lachen darauf reagieren. Baby kann nun immer Länger Gegenstände und ihr Gesicht fixieren und es erkennt ihre Stimme selbst wenn es sie nicht sehen kann.

Woche 8: Jetzt kann ihr Baby Gegenstände schon bewusst ergreifen und mit den Händen erkunden.

3ter Monat: Ihr Kind braucht jetzt viel weniger Schlaf. Stattdessen möchte es etwas erleben. Tragen sie es jetzt vermehrt im Tragetuch, lassen sie es in der Babywippe oder im Stubenwagen an ihrer Arbeit teilhaben, gehen sie viel mit ihm hinaus, reden sie mit ihm und unterhalten sie es. Es kann jetzt sein, dass ihrem Kleinen die Haare ausfallen und es am Hinterkopf sogar eine regelrechte Glatze bekommt. Das liegt zum einen daran, dass es sich den Hinterkopf beim Liegen blank scheuert und zum anderen daran, dass der Schädel wächst, die Kopfhaut sich dehnt und sein Hormonhaushalt verändert.

Jetzt können sie mit ihrem kleinen zum Babyschwimmen gehen, das fördert das Körpergefühl, tut Baby unglaublich gut und macht Spaß.

Babymassage ist ein tolles Erlebnis und Baby lernt mit jeder Berührung seines Körpers.

4ter Monat: Das Kleine brabbelt nun schon viel vor sich hin, auch kleine Silben wie Ma, Da, Pa, Ga ect. bringt diese aber noch mit nichts in Zusammenhang. Es versucht auch bereit Laute nachzuahmen die sie ihm vorsprechen, also reden sie viel mit ihm.

Die Umstellungsphase und die Eingewöhnungsphase an das Leben ausserhalb des Mutterleibes ist nun abgeschlossen. Das Kind wirkt allgemein fröhlicher uns ausgeglichener. Es fordert ihre Gesellschaft und das tut es mit vollem Körpereinsatz. Wenn es sie sieht strampelt es, rudert mit den Armen, Lacht und fixiert sie mit seinem Blick, "spricht" sie sogar an indem es glucksende brabbellaute von sich gibt. Spielen sie mit ihrem Kind, nehmen sie es in den Arm, machen sie Fingerspiele und reden sie mit ihm, das stärkt das Selbstwertgefühl. Kinder die immer genügend Aufmerksamkeit bekommen sind später ausgeglichener und haben mehr selbstbewusstsein.

5ter Monat: Ihr Kind greift jetzt mit vorliebe nach allem was sich in den Mund stecken lässt, rasselt, bunt ist oder knistert. Es gibt spezielle Lernspielzeuge mit unterschiedlichen Oberflächen oder stoffen, mal mit Glöckchen, rassel oder knisternder Folie.

Baby sucht nun auch den Kontakt zum Vater und kann ihn von der Mutter unterscheiden. Papa sollte sich wenigstens 5 Minuten jeden Tag intensiv mit seinem Kind beschäftigen.

Baby probiert nun alle Laute aus die es mit seinem Mund machen kann, keine Sorge wenn es etwas unanständig klingt.

Wenn ihr Kleines auf dem Bauch liegt kann es sich bereits auf den Armen abstützen, biegt seinen Rücken durch und hebt für einige Augenblicke Kopf und Schultern, legen sie es möglichst oft auf den Bauch, stellen sie buntes Spielzeug zur Motivation um es herum auf. Für einige Augenblicke kann das Baby bereits sitzen, lassen sie es das aber noch nicht zu lange und vor allem niemals alleine.

Eventuell kann ihr Kind sein Fläschchen bereits selbst halten, lassen sie es das aber nicht tun, zumindst nicht lange. Zum einen ist das Füttern die Zeit in der das Kind den innigsten Kontakt zu ihnen hat, zum anderen ist Fläschchen-Dauernuckeln keineswegs gut für die noch kommenden Zähne. Sie sollten das dem Kind gar nicht erst angewöhnen.

Ihr kleines Erkennt jetzt bereits die Richtung aus der Geräusche kommen und viele Babys können inzwischen ihren Namen von anderen Wörtern unterscheiden. Sprechen sie es oft an, rascheln sie mit ihrem Schlüsselbund oder Klappern sie mit Löffeln, Rasseln ect.

Das Kleine kann seine Gefühle deutlich zeigen, es Lacht aus Freude, weint aus enttäuschung, reisst seine Ärmchen nach oben um auf den Arm genommen zu werden. Einige Kinder geben bereits Küsschen oder umarmen sie.

6ter Monat: Lassen sie ihr kleines keinesfalls unbeaufsichtigt irgendwo liegen wo es herunterfallen kann, denn es rollt jetzt bereits unbeabsichtigt herum. Motivieren sie es wenn es auf seiner Decke liegt in dem sie buntes Spielzeug um das Kind herum legen.

Es kann nun auch seine Händchen recht gut koordinieren. Gegenstände werden von einer in die andere Hand gegeben und manchen Kinder probieren schon aus Sachen durch die Gegend zu werfen.

Wenn sie ihr Kleinen locker unter den Achseln festhalten kann es nun fast schon eine Sekunde lang auf eigenen Füßchen stehen.

Fördern sie ihr Kind und erweitern sie sein Silbenrepartoire in dem sie bunte Bildchen in einen Buch zeigen, dazu z.B. sagen, wie macht der Hund und nach etwa 2 Sekunden wartezeit selbst laut die Frage beantworten "wau-wau-wau" sagen. Das Kind versucht es dann irgendwann selbst. Es lernt nun jeden Tag neue Geräusche da es in einem wichtigen Stadium der Sprachentwicklung angelangt ist.

Um diesen Monat herum wächst meistens das erste Zähnchen aus dem Zahnfleisch heraus. Bei manchen Babys passiert das allerdings schon sehr viel früher, bei manchen sehr viel später. Zahnen erkennen sie daran, dass Baby sabbert, unruhig ist, gerötete Bäckchen hat und auf allem herumkaut.

Baby entdeckt sich selbst. Vielleicht können sie es dabei beobachten wie es seine Füßchen in die Luft streckt und eventuell sogar gut gelaunt daran Lutscht. Verhindern sie das nicht, Baby stärkt seine Muskeln in dem es sie steckt, dehnt und so die Muskeln für das spätere sitzen trainiert. Lassen sie ihr kleines gerade jetzt besonders oft Barfuß strampeln, Socken schmecken nämlich nur halb so gut wie Füßchen und sind auch nicht so interessant.

Das Kleine wird ihnen jetzt immer öfter ihr essen regelrecht aus dem Mund schauen und zeigen dass es auch mitessen will. Bitte geben sie ihm allenfalls mal ein Stück Brot, Banane, oder Kartoffel. Zuviele süße, gewürzte oder fettige Sachen würden dafür sorgen, dass das Kind bald seinen Brei fade findet, außerdem begünstigt das späteren heißhunger auf süßes, salziges und fettiges.

Wenn sie Beikost geben, lassen sie ihr kleines ruhig mit den Fingern in den Brei patschen, ein Stück brot frühlich einspeicheln, ankauen oder einen Keks akribisch seine kleinsten Partikelchen zerteilen. Baby ist neugierig, will nicht nur wissen wie etwas schmeckt sondern auch wie es sich anfühlt. Haben sie Geduld und denken sie daran, dass dies ein wichtiger Lernprozess ist.

Wenn Baby etwas macht oder anfasst das es nicht darf sagen sie immer laut und deutlich "Nein" und nehmen dem Baby den Gegenstand der Begierde weg oder Baby von eben diesem Gegenstand. Unklare Sätze wie " das darfst du nicht" oder "bitte lass das" werden in dieser Zeit keine Wirkung zeigen, da nur sehr kurze, deutlich ausgesprochene Worte einen gewissen Wiedererkennungswert haben.

7ter Monat: Das Kind entdeckt seine Freude daran, aktiv etwas zu bewirken. Zum Beispiel schlägt es zwei Spielzeuge aneinander und macht so ordentlich Krach. Geben sie ihm ungefährliches Spielzeug dass auf Baby reagiert, ein Babyklavier, Dinge mit Knöpfen die Baby drücken und so Geräuscht, Lichter ect. hervorbringen kann.

Das Kleine hört nun schon aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Es beobachtet ihren Mund und sieht fasziniert zu, wie geräusche, Wörter, Silben entstehen. Reden sie mit ihrem Kleinen, formen sie jedes Wort mit ihrem Mund und sprechen sie sehr deutlich.

Wenn sie ihr Baby jetzt unter den Armen halten und Aufrecht mit den Füßen auf eine Unterlage stellen wird es wie ein Gummiball mit den Knien auf- und abfedern. Das ist eine wichtige Vorbereitung auf das spätere Laufen.

Baby hat nun ein erstaunlich großes Repartoire an verschiedenen Stimmungen, auch steigert es sich nun manchmal in Regelrechte Wutanfälle hinein.

Lassen sie ihr Kind mithelfen. Animieren sie es z.B. beim Anziehen zu Mitmachen.

Wenn etwas hinunterfällt blickt Baby nun bereits hinterher, dann quengelt es so lange bis sie es aufheben und ihm wieder geben. Kaum hat es den Gegenstand wieder landet dieser wieder auf dem Boden und das Spiel fängt von Vorne an. Schimpfen sie nicht, machen sie mit auch wenn es anstrengend ist, ihr Kind möchte nur verstehen was da passiert.

Spielen sie kleine Spiele wie das "Kukuk-Da-" Spiel. Legen sie ihrem Kind ihre Hand auf die Augen und sagen sie deutlich Kukuk, ziehen sie die Hand fort und sagen sie Da! Die ersten Male wird ihr kleines noch irritiert sein, dann weiß es, dass die Hand nach dem Kukuk verschwindet und versucht diese selbst weg zu schieben. Wenn sie dann Da sagen wird es vergnügt quitschen.

Geben sie ihrem Baby einen großen Spiegel. Das Kleine wird mit sich selbst sprechen und versuchen sein Gesicht im Spiegel zu berühren. Nach einiger Zeit wird es sich zu ihnen herumdrehen wenn es sie im Spiegel hinter sich entdeckt hat.

Um diese Zeit herum beginnt ihr kleines zu "Fremdeln" und bekommt Angstzustände wenn sie den Raum verlassen. Packen sie eine Kleine Tasche oder ein Körbchen mit den Lieblingsspielzeugen, nehmen sie ihr kleines in jeden Raum mit in den sie gehen sobald es zeigt, dass es nicht alleine sein möchte. Sie verwöhnen es damit keinesfalls, eher ist es so, dass das Kleine an Selbstvertrauen gewinnt und weiß, sie sind immer in seiner Nähe. Nach einiger Zeit können sie den Raum immer mal wieder kurz verlassen. Verabschieden sie sich jedesmal aber mit einer Umarmung, ein paar Worten oder einem Küsschen von Baby, so lernt es keine Verlassensängste zu haben. In dieser Zeit sollten sie ihr kleines nicht alleine mit einer "fremden" Person lassen, sogar Oma, Opa oder Papa können jetzt furchterregend sein. Aber keine Sorge, auch das geht vorbei!

8ter Monat: Es kann sein, das ihr Kleines nun anfängt über den Boden zu robben. Räumen sie jetzt besser alles was irgendwie gefährlich ist aus dem Weg.

Jetzt sollten sie ihrem Kind sogenanntes Lernspielzeug geben. Becher die sich ineinander stecken lassen, Kugelklopfbänke, Steckspielzeuge sind gut geeignet.

Pflegen sie Babys erste Zähnchen mit speziellen Fingerzahnbürsten und Baby-Zahnpasta aus der Apotheke, aber bitte nicht unter zwang sondern eher spielerisch. Achten sie darauf keinen Zucker zu geben, da die kleinen Zähnchen sonst schaden nehmen. Lassen sie es auf gar keinen Fall an der Flasche dauernuckeln. Säfte, Kohlesäurehaltige Getränke oder gesüßte Tees sind absolut ungeeignet.

Klatschen sie in ihre Hände. Baby beobachtet sie dabei und versucht es zunächst ungelenk später mit immer größerem Erfolg selbst. Das ist gut für seine Koordination.

Lassen sie das Kind am Haushalt teilhaben. Wenn sie staubsaugen sagen sie ihm das, ebenso wenn sie das Bett machen, das essen kochen ect. Das hilft Babys Sprachentwicklung und lenkt es davon ab Unsinn anzustellen.

9ter Monat: Baby wird in dieser Zeit anfangen, sich mit ihnen zu "unterhalten". Es brabbelt bereits in verschiedenen Lautstärken und Tonlagen vor sich hin, doch jetzt erwartet es auch von ihnen eine Antwort. Also antworten sie, führn sie eine "echte Unterhaltung" mit dem kleinen, das verbessert seinen Silbenschatz und sogt dafür, dass es die Freude an seinen Sprachübungen behält.

Rhytmus ist etwas wichtiges für ihr Kind. Fördern sie sein bereits deutlich ausgeprägtes Rhytmusgefühl in dem sie Musik mit deutlichem Takt auflegen, z.B. Walzer, Rock ect. Klatschen sie dazu rhytmisch in die Hände, wiegen sie es im Takt oder setzen sie es auf eines ihrer Beine mit dem sie ebenfalls im Takt wippen.

Das Kind beherrscht jetzt den Scherengriff. Es greift Gegenstände die zu klein für die ganze Hand sind mit Daumen und Zeigefinger.

Ihr Kleinesbewegt sich nun selbst voran. Es rutscht, robbt oder hüpft auf dem Windelpo voran. Bitte geben sie ihrem Kind keine Lauflernhilfe. Diese zwingen ihrem Kind eine falsche Haltung auf womit das Laufen verzögert wird und Rückenschäden entstehen können. Außerdem sind sie eine keinesfalls zu unterschätzende Gefahrenquelle. Nicht selten Fällt ein Kind damit die Treppe hinunter, stößt gegen Regale oder kippen damit um weil sie irgendwo hängen bleiben. Brüche und Kopfverletzungen sind dabei keine Seltenheit!

Ihr Kind ist bereits erstaunlich Mobil und oft kommt es zu Unfällen weil ein Kind sich bereits irgendwo hochzieht und dabei ein Kabel erwischt, Stühle umkippt ect. Machen sie ihre Wohnung unbedingt besonders Kindersicher!

Auch wenn Baby jetzt keine Lust mehr hat, Mittagsschlaf muss sein, da sie sonst den restlichen Tag über ein Quengeliges, unausgeglichenes Kind haben. Halten sie sich möglichst an feste Zeiten.

10ter Monat: Essen ist wichtung und Baby isst gerne. Am liebsten mag ihr kleines Fingerfood. Süßes Gebäck, salzige Laugenbrezen oder Süßigkeiten wie Schokolade oder Zuckerhaltige Riegel sind allerdings recht ungeeignet. Geben sie lieber Banane, Vollkorn-Bisquits oder Kekse aus dem Reformhaus, schmale Apfelspalten. Gönnen sie ihrem Kind auch mal den Löffel beim Essen selbst zu halten und im Brei herum zu matschen.

Wenn ihr kleines etwas besonders gut macht, z.B. den Löffel samt Brei in seinen Mund zu befördern Loben sie es. Langsam beginnt es nämlich zu begreifen was Lob bedeutet. Andererseits müssen sie aber unbeding konsequent bleiben was ihr Kleines nicht darf. Ein deutliches nein und eine knappe, verständliche Erklärung sind wichtig.

Das Kind versucht sich aus eigener Kraft hin zu setzen. Auch wenn der Drang groß ist, helfen sie nicht immer gleich. Baby muss lernen sich selbst zu helfen, auch wenn es sich dafür anstrengen muss.

Das Kind ist nun schon ganzschön Geschickt mit seinen Händchen. Der Zeigefinger wird zum Untersuchungswerkzeug. Jetzt kann es schon mal passieren, dass eine Erbse in die Nase oder ein Plastikspielzeug ins Ohr gesteckt werden. Sie werden staunen was alles in Ohren oder Nasen passt. Versuchen sie bitte nicht selbst herauszu holen was auch immer feststeckt. Hier kann nur der Kinderarzt helfen.

Nun ist bei vielen Kindern der Höhepunkt der Fremdelphase erreicht und Sie, die Mutter (wenn der Vater Zuhause bleibt auch der Vater) sind nun wichtiger denn je für das Kleine. Akzeptieren sie, dass das Kleine niemanden mehr in seiner Nähe möchte außer Sie. Auch der Vater wird bisweilen abgelehnt. Zwingen sie das Kleine nicht dazu, sich von anderen Leuten berühren zu lassen ect. Gerade jetzt braucht es Beständigkeit, seine gewohnte Umgebung und seine Mutter. Sinnvoll ist es, das Kind schon früh an einen Babysitter oder eine Tagesmutter zu gewöhnen da diese Fremdelphase dann meist etwas gedämpft und weniger Ausgeprägt ist, da Baby weiß dass seine Mama immer wieder kommt.

11ter Monat: Grenzen die dem Baby gesetzt sind oder werden nehmen einen neuen Platz im Leben des Kleinen ein. Es wird immer Spannender diese auszutesten oder gar zu überschreiten. Bleiben sie konsequent auch wenn es manchmal hart und anstrengend ist und bleiben sie beim Nein wenn es etwas nicht darf, Loben sie wenn es sich an Verbote und Gebote hält.

Das Kleine versucht immer deutlicher auf sich Aufmerksam zu machen. Es "spricht" mit ihnen. Gehen sie unbedingt darauf ein, spielen sie mit dem Kleinen, unterhalten sie sich mit ihm. Schneiden sie Grimassen, wiederholen sie einfache Wörter. Sagen sie ihnrem Kind wie die Dinge wirklich heißen. Eine Katze ist z.B. einfach eine Katze und keine Miau, ein Hund kein Wau-Wau sondern tatsächlich ein Hund.

Bücher mit bunten Bildern oder auch Fotos werden immer beliebter. Ihr Kind erkennt in Fotos nun bereits Dinge und Leute dies es dem realen Leben kennt wieder. Erzählen sie ihm mit einfachen Worten was sie auf den Bildern oder Fotos sehen.

Wenn das Kleine noch immer nicht krabbelt machen sie sich keine Sorgen. Mehr Babys als man denkt lassen diese Phase völlig aus und gehen vom robben, rutschen und rollen direkt ins Laufen über.

Das Kleine ist nun erstaunlich Kreativ was die Entwicklung kleiner Wörter betrifft. Reagieren sie darauf indem sie wenn Baby seinen Teddy mit "mu-ah" oder "wi-wi" anspricht und diesen haben will den Teddy geben und sagen "hier hast du deinen Teddy". Verbessern sie es nicht, die Entwicklung der Sprache ist Anstrengend und Baby vllbringt erstaunliche Leistungen, sagen sie dem Kleinen aber immer wieder wie etwas tatsächlich heißt.

12ter Monat: Wenn sie den Winzling an den Händen fest halten kann er schon erste, wackelige Schritte laufen, nicht mehr lange und nichts ist mehr vor ihm sicher!

Baby wird immer neugieriger und Kontaktfreudiger. Gehen sie mit ihm auf den Spielplatz, lassen sie es ruhig mit anderen Kindern im Sand spielen, das Kind braucht jetzt soziale Kontakte.

Mama, Papa, Dada... Ihr kleines reiht Silben aneinander. Loben sie es und Freuen sie sich über diese Kleinen Erfolge :-)

Wenn ihr Kind ihnen helfen möchte lassen sie es. Wenn sie Bügeln geben sie ihm ein Spielzeug-Bügeleisen oder lassen sie sich die Wäschestücke von ihnen Reichen, wenn sie das Bad Putzen darf es in der Dusche sitzen und diese mit einem Schwämmchen schrubben. Das sorgt dafür, dass sie in Ruhe ihre Arbeit erledigen können weil das Kleine beschäftigt ist und das Kind schon frühzeitig lernt ihnen im Haushalt zu helfen. Das mag jetzt bisweilen recht anstrengend sein, doch später wird es sie entlasten.

Jetzt ist der erste Geburtstag gekommen und eigentlich ist ihe Baby nun gar kein Baby mehr sondern eher ein Kleinkind. Nutzen sie diesen Tag ruhig um sich sentimental an die Geburt und das vergangene, ereignisreiche Jahr zu erinnern. Wenn sie eine Party für das Kleine planen sollten sie nicht vergessen, dass das Kind bei zuviel Trubel leicht überfordert sein kann. Es reicht völlig wenn Oma und Opa kommen und das Baby einen kleinen Kuchen mit Kerze, ein paar bunte Luftballons und am wichtigsten, raschelndes, buntes Geschenkpapier bekommt, da sind die Geschenke selbst fast nebensächlich.

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